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Alle Ratgeber · 6 Min. Lesezeit

Speicherplatz freimachen unter Windows – in der richtigen Reihenfolge

Wo der Platz auf der Festplatte wirklich hingeht, welche Schritte am meisten bringen und wovon du besser die Finger lässt.

„Wenig Speicherplatz“ meldet Windows meist genau dann, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann. Der erste Reflex – irgendwo Urlaubsfotos löschen – bringt selten etwas, weil der Platz woanders steckt. Deshalb lohnt es sich, erst nachzusehen und dann zu handeln.

Erst nachsehen, wo der Platz hin ist

Windows bringt dafür eine Übersicht mit, die kaum jemand kennt: Einstellungen → System → Speicher. Sie zeigt, wie viel auf Apps, temporäre Dateien, Dokumente und Bilder entfällt. Diese eine Seite erspart dir stundenlanges Raten.

Für den Blick in einzelne Ordner reicht der Explorer: Rechtsklick auf einen Ordner → Eigenschaften zeigt die Gesamtgröße samt Unterordnern. So findest du in ein paar Klicks heraus, welcher Zweig wirklich schwer ist.

Die Reihenfolge, die am meisten bringt

  1. Papierkorb leeren. Klingt banal, sind bei vielen zweistellige Gigabyte – gelöschte Dateien liegen dort weiter auf der Platte.
  2. Downloads-Ordner durchgehen. Installationsprogramme, ISO-Dateien und ZIP-Archive, die man einmal gebraucht hat.
  3. Datenträgerbereinigung ausführen, inklusive „Systemdateien bereinigen“.
  4. Erst danach an die eigenen Dateien gehen – Duplikate, alte Videos, Sicherungskopien.

Die Datenträgerbereinigung ist der unterschätzte Posten. Wichtig ist der Knopf „Systemdateien bereinigen“: Erst danach erscheint der Eintrag „Vorherige Windows-Installationen“. Nach einem großen Windows-Update liegen dort bis zu 20 GB, die nach einem Monat ohnehin automatisch verschwinden.

cleanmgr

Duplikate sind der zweite große Posten

Bei allem, was über Jahre gewachsen ist, liegt ein überraschender Anteil doppelt auf der Platte: dieselben Fotos aus drei Handy-Importen, derselbe Ordner einmal als „Sicherung“, dieselbe PDF-Rechnung zweimal heruntergeladen.

Das ist der einzige Platz, den man zurückgewinnen kann, ohne irgendetwas aufzugeben – man verliert ja nichts, wenn von zwei identischen Dateien eine geht. Wichtig ist nur, dass „identisch“ wirklich identisch heißt: verglichen wird der Inhalt, nicht der Name.

Was nichts bringt

  • Registry-Cleaner – die Registry belegt wenige Megabyte, da ist nichts zu holen
  • „PC-Beschleuniger“ mit Rundum-sorglos-Versprechen – sie löschen im besten Fall dasselbe wie die Datenträgerbereinigung
  • Die Auslagerungsdatei verkleinern – spart wenig und kann das System langsamer machen
  • Systemwiederherstellungspunkte alle löschen – spart einmalig etwas und nimmt dir die Rettungsleine

Eine Ausnahme unter den Systemdateien lohnt sich doch: Wer den Ruhezustand nie benutzt, kann „hiberfil.sys“ abschalten. Die Datei ist so groß wie ein erheblicher Teil des Arbeitsspeichers – bei 16 GB RAM oft mehrere Gigabyte.

Mit Zortio

Für den vierten Schritt ist Zortio gebaut. Die Duplikatsuche vergleicht Byte für Byte und zeigt dir in der Vorschau, wie viel Platz tatsächlich frei würde, bevor sich etwas bewegt.

Gelöscht wird nichts. Die Duplikate wandern in einen Ordner „Doppelt – kann weg“, den du selbst durchsiehst und dann löschst. Das ist der Umweg, der verhindert, dass ein Programm dir die einzige Fassung eines Familienfotos wegräumt.

Räum deinen Ordner auf.

Keine Anmeldung, keine Installation, keine Datensammlung. Seite öffnen, Regeln wählen, fertig.

Ordner aufräumen

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